Wissensbasis der GTN Gruppe

Wissen und Regeln.

Fassung 0.3 · Stand 17.10.2026 · Arbeitsfassung · maschinenlesbar (JSON)

Die abstrakte Grundlage der GTN Gruppe: Begriffe, Werte, Prinzipien und Regeln, aus denen die Unternehmen der Gruppe ihre Entscheidungen ableiten. Hier stehen keine Zahlen, keine Kunden und keine Arbeitsanweisungen. Die gehören in die Unternehmen.

Ebenen

Jede Ebene hat eine eigene Aufgabe. Die Gruppe definiert die ersten vier, die Unternehmen liefern die fünfte.

WerteWas grundsätzlich Bedeutung besitzt.
PrinzipienAllgemeine Orientierung für Entscheidungen und Handlungen.
RegelnBedingungen, Grenzen und Anforderungen, prüfbar.
EntscheidungslogikWie Regeln im Kontext angewendet werden.
UmsetzungHandlungen mit Daten und Mitteln eines Unternehmens.

Jede Aussage trägt einen Status:

festgelegt
festgelegt (Vorgabe aus dem Wertefundament)
abgeleitet
abgeleitet (aus Vorgaben begründbar, revidierbar)
vorgeschlagen
vorgeschlagen (Regel oder Definition, prüfbar, nicht bestätigt)
Hypothese
Hypothese (offen, bis entschieden)
Spannung
Spannung oder ungeklärt

Werte

Vier Werte bilden das Fundament. Keiner steht über den anderen. Sie beschreiben, wie wir mit dem umgehen, was ist.

Wahrheit festgelegt

Wirklichkeit erkennen, Aufrichtigkeit praktizieren und eigene Annahmen korrigieren.

Rolle
Richtung des Erkennens: nicht das Angenehme, sondern das Zutreffende.
In der Praxis
Erheben vor deuten. Fakten von Annahmen trennen. Korrekturen sichtbar machen.
Prüffrage
Ist es belegt? Was wissen wir nicht?

Bewusstheit festgelegt

Sich selbst, andere, Zusammenhänge und Konsequenzen bewusst wahrnehmen.

Rolle
Fähigkeit des Erkennens: den Blick öffnen, Voraussetzungen und Folgen sehen.
In der Praxis
Betroffene und Folgen vor der Entscheidung benennen. Das Einzelne im Ganzen sehen.
Prüffrage
Wen und was betrifft es, und was setzen wir voraus?

Weisheit festgelegt

Erkenntnis, Erfahrung und Urteilsvermögen zu angemessenem Handeln verbinden.

Rolle
Urteil: wie aus Erkennen eine Entscheidung wird, die der Lage angemessen ist.
In der Praxis
Maß statt Maximum. Die Tragweite bestimmt die Sorgfalt. Nach außen nie als Selbstzuschreibung.
Prüffrage
Ist es angemessen?

Liebe festgelegt

Den Wert des Gegenübers und der Wirklichkeit anerkennen und das eigene Handeln daran ausrichten.

Rolle
Haltung in der Beziehung: Wert anerkennen, bevor Nutzen gerechnet wird, und danach handeln.
In der Praxis
Mandanten, Partner, Mitarbeitende und Mitbewerber als wertvoll behandeln. Sorgfalt im Detail. Platz für das Gegenüber.
Prüffrage
Ist es würdig?

Hypothese Fassung 0.1 nannte diese Dimension Wertschätzung. Liebe ist die innere, vollständige Form (anerkennen und das Handeln daran ausrichten); Wertschätzung ist ihre sichtbare, prüfbare Form. In dieser Architektur ist Liebe der Wert und Wertschätzung sein Nachweis. Nach außen (Startseite, Haltung) verwenden wir das prüfbare Wort. Status dieser Auslegung: H.

Disziplin abgeleitet Umsetzungsprinzip

Erkannte Werte und begründete Entscheidungen konsequent in Handeln überführen.

Die vier Werte beantworten, was Bedeutung hat: das Zutreffende (Wahrheit), der Zusammenhang (Bewusstheit), das Angemessene (Weisheit), der Wert des Gegenübers (Liebe). Disziplin beantwortet keine dieser Fragen. Sie hat keinen eigenen Inhalt: Man kann diszipliniert Falsches tun.

Disziplin gehört deshalb nicht auf die Ebene der Werte (was gilt), sondern auf die Ebene der Prinzipien (wie gehandelt wird). Sie ist das Umsetzungsprinzip, das die Kette Entscheidung → Handlung schließt, und zugleich die Bedingung dafür, dass die vier Werte Wirkung haben.

Im Bild des Kreislaufs: Die vier Werte sind die Punkte auf dem Kreis, Disziplin ist die Bewegung entlang des Kreises. Ohne sie bleibt der Kreis ein Bild.

Folge für die Architektur: vier Werte, ein Umsetzungsprinzip. Disziplin erscheint in den Prinzipien (P5, P8), in der Regelbasis (R7, R8) und als Bedingung in der vierten Frage. Diese Einordnung ist abgeleitet, nicht festgelegt, und braucht Nicolais Bestätigung.

Prinzipien

Aus den Werten abgeleitet. Jedes Prinzip nennt, woraus es folgt.

P1 · aus Wahrheit · Bewusstheit

Wirklichkeit zuerst abgeleitet

Erheben vor deuten, zeigen vor erzählen. Fakten werden geprüft, bevor geurteilt wird.

P2 · aus Bewusstheit

Zusammenhang sehen abgeleitet

Keine Einzelheit ohne Kontext, keine Entscheidung ohne Blick auf Betroffene und Folgen.

P3 · aus Weisheit

Angemessen statt maximal abgeleitet

Maß ist das Kriterium, nicht Größe. Die Tragweite einer Entscheidung bestimmt die Sorgfalt, die sie bekommt.

P4 · aus Liebe

Wert anerkennen abgeleitet

Jeder Beteiligte hat Wert, bevor er Nutzen hat. Das gilt für Mandanten, Partner, Mitarbeitende, Mitbewerber und Kritiker.

P5 · aus Wahrheit · Disziplin

Korrigierbar bleiben abgeleitet

Fehler werden benannt, Fassungen datiert, Änderungen begründet und sichtbar gemacht. Korrektur ist Disziplin im Dienst der Wahrheit.

P6 · aus Wahrheit · Bewusstheit · Weisheit · Liebe

Unterscheiden statt vermischen abgeleitet

Fakt von Annahme, Ideal von Umsetzung, Sache von Form, Wert von Regel. Jede Aussage trägt ihren Status.

P7 · aus Liebe · Weisheit

Der Mensch bleibt Zweck abgeleitet

Prozesse, Systeme und Automatisierung dienen Menschen. Wo sie es nicht tun, werden sie geändert oder abgeschafft.

P8 · aus Disziplin

Entschiedenes wird getan abgeleitet

Eine Entscheidung ohne Umsetzung ist keine Entscheidung. Was entschieden ist, wird in einer benannten Frist umgesetzt oder ausdrücklich zurückgegeben.

P9 · aus Bewusstheit · Liebe

Betroffene beteiligen abgeleitet

Wer von einer Entscheidung betroffen ist, wird einbezogen oder mindestens informiert, bevor sie wirkt. Das Maß der Beteiligung folgt der Tragweite.

Entscheiden: vier Fragen

Vor jeder Entscheidung. Die Fragen prüfen verschiedene Seiten einer Entscheidung: Machbarkeit, Würde, Maß und Beteiligung. Die Zuordnung zu den Werten ist keine Eins-zu-eins-Abbildung.

Q1 · Abwägung (graduell, normativ)

Ist es angemessen?

Bedeutung
Steht die Handlung im rechten Verhältnis zu Ziel, Aufwand, Folgen und Tragweite? Angemessen ist relativ: angemessen wofür und für wen. Die Bezugsgröße muss genannt werden.
Funktion
Maß
Bezug
Weisheit · Bewusstheit
Eindeutigkeit
Ohne benannte Bezugsgröße (Ziel, Betroffene, Alternative) ist die Frage nicht beantwortbar. Ein Nein heißt umbauen, nicht verwerfen.
Variablen
A(H), T(H)

Q2 · Machbarkeitsprüfung (Tatsachen mit Unsicherheit)

Ist es möglich?

Bedeutung
Ist die Handlung faktisch und rechtlich durchführbar: Ressourcen, Zeit, Fähigkeiten, Zulässigkeit, Datenlage? Die Frage prüft Machbarkeit, nicht Unmöglichkeit. Eine unklare Faktenlage ist ein eigenes Ergebnis (klären), kein Nein.
Funktion
Gate
Bezug
Wahrheit · Bewusstheit
Eindeutigkeit
Möglich heißt nicht erlaubt. Rechtliche Zulässigkeit zählt hier als harte Bedingung der Machbarkeit; wer sie getrennt prüfen will, führt sie als eigene Teilfrage (Status: H).
Variablen
M(H), F(H)

Q3 · ethische Abwägung

Ist es würdig?

Bedeutung
Zwei Lesarten, beide gelten: Achtet die Handlung den Wert und die Würde aller Betroffenen? Und ist sie der Gruppe würdig, könnten wir sie offen zeigen? Beide Tests müssen bestanden sein.
Funktion
Gate
Bezug
Liebe · Wahrheit
Eindeutigkeit
Der Transparenztest (offen zeigen können) macht die Frage prüfbar: Eine Handlung, die nur verdeckt funktioniert, ist nicht würdig.
Variablen
W(H)

Q4 · Beteiligung und Verpflichtung (Prozessbedingung)

Sind wir alle beteiligt?

Bedeutung
Zwei Lesarten, beide gelten: Sind alle Betroffenen einbezogen oder informiert (Beteiligungstest)? Und stehen alle, die handeln müssen, hinter der Entscheidung (Verpflichtungstest)? Der zweite Test ist die Voraussetzung dafür, dass Disziplin greifen kann.
Funktion
Bedingung
Bezug
Bewusstheit · Liebe · Disziplin
Eindeutigkeit
Beteiligung ist nicht Einstimmigkeit. Bei geringer Tragweite genügt Information; bei hoher Tragweite ist Mitwirkung vor der Entscheidung nötig.
Variablen
B(H), Z(H)

Zusammenwirken

  1. Q2 möglich (Fakten und Machbarkeit)
  2. Q3 würdig (harte Grenze)
  3. Q1 angemessen (Abwägung)
  4. Q4 beteiligt (Voraussetzung der Umsetzung)

Erst Tatsachen, dann die ethische Grenze, dann das Maß, dann die Bedingung für die Umsetzung. Diese Reihenfolge verhindert, dass etwas als angemessen durchgeht, das unmöglich oder unwürdig ist.

Zielkonflikte

  • Angemessen gegen beteiligt: Beteiligung kostet Zeit. Regel: Bei geringer Tragweite darf Information der Beteiligung folgen; bei mittlerer und hoher Tragweite geht Beteiligung vor.
  • Möglich gegen würdig: möglich, aber unwürdig heißt Nein. Würdig, aber unmöglich heißt umbauen oder zurückstellen.
  • Angemessen gegen Umsetzung: Eine angemessene Entscheidung, die niemand trägt, scheitert an Q4. Dann ist die Entscheidung zu klein oder die Beteiligung zu groß geraten.

Wann ein Mensch entscheidet

  • wenn eine der Fragen mit unklar beantwortet wird und die Klärung nicht in angemessener Zeit möglich ist
  • wenn die Abwägung in Q1 knapp ausfällt oder Betroffene sie unterschiedlich bewerten
  • wenn die Handlung irreversibel ist oder hohe Tragweite hat (Freigabe)
  • wenn eine Regel übersteuert werden soll
  • wenn zwei Werte in echter Spannung stehen und keine Regel die Spannung auflöst

Die vier Fragen der Fassung 0.1 (Stimmt es? Sehen wir Zusammenhang und Folgen? Ist es angemessen? Würdigt es den Wert aller Beteiligten?) gehen in den vier Fragen der Fassung 0.2 auf: Stimmt es → Q2 (Faktenprüfung), Zusammenhang und Folgen → Q1 und Q4, angemessen → Q1, würdigt → Q3.

Regelbasis

Abstrakt und ohne Branchenbezug. Die formale Schreibweise ordnet Bedingungen, sie beweist nichts: Würdigkeit und Angemessenheit bleiben Urteile von Menschen.

Variablen

SymbolNameArtWerteHerkunft
HHandlungGegenstandeine konkrete Handlung oder Entscheidung, die geprüft wird
KKontextGegenstandManifestation, Ziele, Ressourcen, Daten, Zuständigkeiten, Fristen, Rechtsrahmen
F(H)FaktenlageTatsachebelegt · unbelegt · widersprüchlichWahrheit
M(H)MachbarkeitTatsache mit Unsicherheitja · nein · unklarQ2 möglich
W(H)WürdigkeitWerturteilja · nein · unklarQ3 würdig
A(H)AngemessenheitWerturteil, graduellja · nein · unklar (mit benannter Bezugsgröße)Q1 angemessen
B(H)BeteiligungProzesszustandja · nein · unklar (Betroffene einbezogen, Handelnde verpflichtet)Q4 beteiligt
R(H)UmkehrbarkeitTatsache mit Einschätzungreversibel · irreversibelWeisheit, Bewusstheit
T(H)TragweiteEinschätzunggering · mittel · hoch (Schwellen je Manifestation im Kontext K)Bewusstheit
Z(H)Zuständige Person oder RolleFestlegunggenau eine je Handlung; Befugnis aus KGovernance
t_maxUmsetzungsfristFestlegungZeitraum, in dem Entschiedenes umgesetzt oder zurückgegeben sein muss (aus K)Disziplin
U(H)Unsicherheitabgeleitetwahr, sobald eine der Variablen M, W, A, B den Wert unklar hat oder F widersprüchlich istWahrheit

Regeln

R1 · normativ mit Tatsachenanteil

Zulässigkeit vorgeschlagen

zulaessig(H) ⇔ M(H) = ja ∧ W(H) = ja ∧ F(H) ≠ widersprüchlich

Eine Handlung ist nur zulässig, wenn sie machbar und würdig ist und die Faktenlage nicht widersprüchlich ist. Unmöglich oder unwürdig ist ein Nein, nicht eine Abwägung.

Folgt aus
P1 · P4
Ausnahmen
keine
Grenzen
W ist ein Werturteil; wer es fällt, ist Z(H). Bei Streit über W entscheidet nicht die Regel, sondern der Mensch (R10).

R2 · normativ, graduell

Angemessenheit vorgeschlagen

zulaessig(H) ∧ A(H) = ja ⇒ ausführbar(H); zulaessig(H) ∧ A(H) = nein ⇒ umbauen(H)

Eine zulässige Handlung wird ausgeführt, wenn sie angemessen ist. Ist sie es nicht, wird sie verändert (Umfang, Zeitpunkt, Form), nicht verworfen.

Folgt aus
P3
Ausnahmen
Wenn kein Umbau A = ja erreicht, wird die Handlung zurückgestellt und das festgehalten.
Grenzen
A braucht eine benannte Bezugsgröße (Ziel, Betroffene, Alternative).

R3 · normativ, prozessual

Beteiligung vorgeschlagen

B(H) = nein ∧ T(H) ≥ mittel ⇒ erst beteiligen, dann entscheiden; B(H) = nein ∧ T(H) = gering ⇒ ausführen, Betroffene informieren

Bei mittlerer und hoher Tragweite werden Betroffene vor der Entscheidung beteiligt. Bei geringer Tragweite genügt Information danach.

Folgt aus
P9 · P2
Ausnahmen
Gefahr im Verzug: handeln, dann beteiligen, dokumentieren.
Grenzen
Wer betroffen ist, bestimmt Bewusstheit (P2), nicht Bequemlichkeit.

R4 · normativ

Freigabe vorgeschlagen

R(H) = irreversibel ∨ T(H) = hoch ⇒ freigabepflichtig(H) durch Z(H) mit Befugnis; R(H) = reversibel ∧ T(H) = gering ⇒ ausführen ohne Freigabe, mit Dokumentation

Freigabepflicht folgt aus Umkehrbarkeit und Tragweite, nicht aus Hierarchie. Umkehrbares mit geringer Tragweite wird ohne Freigabe getan und dokumentiert.

Folgt aus
P3
Ausnahmen
Eine Manifestation darf Schwellen strenger setzen, nie lockerer (R9).
Grenzen
Die Einstufung von R und T ist selbst eine Einschätzung mit Unsicherheit; im Zweifel gilt die strengere Einstufung.

R5 · Verfahren

Unsicherheit vorgeschlagen

U(H) ∧ T(H) ≥ mittel ⇒ klären vor entscheiden; U(H) ∧ ¬klärbar(H, t) ⇒ Mensch entscheidet, Unsicherheit wird dokumentiert

Unklares wird geklärt, bevor entschieden wird, im Maß der Tragweite. Was sich nicht klären lässt, entscheidet ein Mensch ausdrücklich unter benannter Unsicherheit.

Folgt aus
P1 · P6
Ausnahmen
Bei geringer Tragweite darf unter Unsicherheit reversibel gehandelt werden.
Grenzen
Die Regel verhindert Lähmung nur, wenn t (Klärungszeit) im Kontext gesetzt ist.

R6 · Verfahren

Prüfreihenfolge vorgeschlagen

Reihenfolge: F → M → W → A → B → (R, T) → Freigabe → Umsetzung

Erst Fakten, dann Machbarkeit, dann die ethische Grenze, dann das Maß, dann die Beteiligung, dann Umkehrbarkeit und Tragweite, dann Freigabe, dann Umsetzung.

Folgt aus
P1 · P6
Ausnahmen
Offensichtliche Unwürdigkeit darf die Prüfung sofort beenden.
Grenzen
Die Reihenfolge ist Verfahren, nicht Wahrheit; sie dient der Konsistenz.

R7 · normativ (Disziplin)

Umsetzungspflicht vorgeschlagen

entschieden(H) ∧ ¬umgesetzt(H, t_max) ⇒ Rückgabe an Z(H) mit Begründung; Umsetzung ohne Entscheidung ⇒ unzulässig

Was entschieden ist, wird innerhalb der Frist umgesetzt oder ausdrücklich zurückgegeben. Was nicht entschieden ist, wird nicht umgesetzt.

Folgt aus
P8
Ausnahmen
Neue Fakten (R8) unterbrechen die Frist.
Grenzen
t_max muss im Kontext gesetzt sein; ohne Frist ist die Regel wirkungslos.

R8 · Verfahren (Wahrheit)

Korrektur vorgeschlagen

F'(H) widerspricht F(H) ⇒ Entscheidung erneut prüfen (R6); Änderung ⇒ neue Version mit Begründung, alte Fassung bleibt lesbar

Widersprechen neue Fakten der Grundlage einer Entscheidung, wird sie neu geprüft. Jede Änderung ist eine neue Fassung mit Begründung.

Folgt aus
P5
Ausnahmen
keine
Grenzen
Korrektur ist keine Entwertung der früheren Entscheidung; sie wird nicht verdeckt.

R9 · Strukturregel

Kontexttreue vorgeschlagen

Manifestation darf: Variablen belegen, Schwellen verschärfen, Regeln ergänzen. Manifestation darf nicht: Regeln entfernen, Schwellen lockern, Werte umdeuten

Eine Manifestation konkretisiert die Regeln durch ihren Kontext. Sie darf strenger sein als die Gruppe, nie lockerer, und sie darf die Grundlage nicht auf ihre operativen Anforderungen reduzieren.

Folgt aus
P6
Ausnahmen
Eine begründete Lockerung ist nur als Änderungsantrag an die Gruppenfassung möglich (neue Version).
Grenzen
Die Gruppe muss die Fassungen beider Ebenen verknüpfen (Versionspfad).

R10 · Meta-Regel

Menschliche Übersteuerung vorgeschlagen

Z(H) mit Befugnis darf jede Regel R1–R9 mit Begründung übersteuern; die Übersteuerung ist selbst eine Handlung H' und durchläuft R1, R4, R8

Jede Regel kann von einer befugten Person mit Begründung übersteuert werden. Die Übersteuerung ist sichtbar, dokumentiert und unterliegt selbst Zulässigkeit, Freigabe und Korrektur.

Folgt aus
P7
Ausnahmen
R1 (Unwürdiges) kann nicht übersteuert werden: Eine Übersteuerung, die W = nein ignoriert, ist selbst unzulässig.
Grenzen
Wer Befugnis hat, legt die Governance der Manifestation fest (Kontext K).

Entscheidungslogik: mögliche Ergebnisse

ErgebnisWann
AUSFÜHRENzulässig, angemessen, beteiligt, keine Freigabepflicht oder Freigabe erteilt
UMBAUENzulässig, aber nicht angemessen; Umfang, Zeitpunkt oder Form ändern und neu prüfen
KLÄRENUnsicherheit bei mittlerer oder hoher Tragweite; Fakten beschaffen, dann neu prüfen
BETEILIGENBetroffene nicht einbezogen bei mittlerer oder hoher Tragweite
FREIGABEirreversibel oder hohe Tragweite; Entscheidung der befugten Person einholen
ABLEHNENnicht machbar oder nicht würdig; Begründung festhalten
RÜCKGABEnicht klärbar, Abwägung knapp, Regelkonflikt oder Übersteuerung gewünscht: ein Mensch entscheidet ausdrücklich

Die Logik erzeugt keine Entscheidungen. Sie sortiert, welche Prüfung als Nächstes fällig ist und wann ein Mensch entscheiden muss. Werturteile (W, A) bleiben Werturteile.

Glossar

56 Begriffe der Unternehmensorganisation. Jeder Eintrag: Definition, Abgrenzung, Zweck, Wertebezug, Regel, Beziehungen.


Grundbegriffe der Architektur

GruppeWahrheit · Bewusstheit · Weisheit · Liebe
Definition
Das Gemeinsame mehrerer Unternehmen: geteilte Werte und eine geteilte Absicht. Die GTN Gruppe versteht sich so, nicht als Konzern.
Abgrenzung
Keine Holding und keine Rechtsform. Sie besteht durch die, die ihre Werte tragen.
Zweck
Erklärt, warum die Gruppe keine eigene Farbe, keine eigene Branche und keine eigenen Kunden hat: Sie ist das, was ihre Unternehmen verbindet.
Wertebezug
Entsteht aus allen vier Werten; Vertrauen ist ihre sichtbare Wirkung.
Regel
Was im Namen der Gruppe geschieht, folgt ihren Werten.
Beziehungen
Manifestation · Wert · Partnermanagement · Governance
WertWahrheit · Bewusstheit · Weisheit · Liebe
Definition
Was grundsätzlich Bedeutung besitzt. Ein Maßstab, an dem Entscheidungen gemessen werden, kein Ziel.
Abgrenzung
Kein Ziel (hat Zahl und Termin), keine Regel (hat Bedingung), kein Prinzip (hat Richtung).
Zweck
Orientierung für alle anderen Ebenen.
Wertebezug
Die vier Werte bilden Ebene 0 der Architektur.
Regel
Werte werden nicht aus Zielen oder Märkten abgeleitet; Ziele werden an Werten gemessen.
Beziehungen
Prinzip · Regel · Vision
PrinzipWeisheit
Definition
Allgemeine Orientierung des Handelns, aus Werten abgeleitet.
Abgrenzung
Keine Bedingung, keine Anweisung; sagt, in welche Richtung gehandelt wird, nicht wann genau.
Zweck
Werte handhabbar machen.
Wertebezug
Jedes Prinzip nennt die Werte, aus denen es folgt.
Regel
Ein Prinzip ohne Wertebezug wird gestrichen.
Beziehungen
Wert · Regel
RegelWahrheit · Disziplin
Definition
Nachvollziehbare Bedingung, Grenze oder Anforderung, die für Entscheidungen gilt.
Abgrenzung
Keine Arbeitsanweisung, keine Kennzahl; Regeln sind kontextfrei, ihre Variablen werden im Kontext belegt.
Zweck
Entscheidungen prüfbar und übertragbar machen.
Wertebezug
Regeln folgen aus Prinzipien; sie werden versioniert (Wahrheit) und eingehalten (Disziplin).
Regel
Jede Regel weist Ausnahmen und Grenzen aus und trägt einen Status.
Beziehungen
Prinzip · Entscheidung · Fassung (Version, Stand) · Kontext
EntscheidungWeisheit · Disziplin
Definition
Verantwortete Wahl zwischen Handlungsoptionen unter Unsicherheit, mit Folge für das Handeln.
Abgrenzung
Keine Meinung, keine Absicht ohne Umsetzung, kein Beschluss ohne Zuständige.
Zweck
Handeln ermöglichen und zurechenbar machen.
Wertebezug
Weisheit (Maß), Disziplin (Umsetzung), geprüft durch die vier Fragen.
Regel
Jede Entscheidung hat genau eine zuständige Person, durchläuft die vier Fragen und bekommt Sorgfalt im Maß ihrer Tragweite.
Beziehungen
Freigabe · Umkehrbarkeit (Reversibilität) · Tragweite · Zuständigkeit
FreigabeWeisheit · Disziplin
Definition
Ausdrückliche Zustimmung einer befugten Person zu einer Handlung vor ihrer Ausführung.
Abgrenzung
Keine bloße Kenntnisnahme, keine nachträgliche Billigung.
Zweck
Irreversibles und Folgenreiches absichern.
Wertebezug
Weisheit (Tragweite erkennen), Disziplin (Verfahren einhalten).
Regel
Freigabepflicht folgt aus Umkehrbarkeit und Tragweite, nicht aus Hierarchie (R4).
Beziehungen
Entscheidung · Zuständigkeit · Risikomanagement · Governance
Umkehrbarkeit (Reversibilität)Weisheit · Bewusstheit
Definition
Eigenschaft einer Handlung, mit vertretbarem Aufwand rückgängig gemacht werden zu können.
Abgrenzung
Nicht Aufwand der Handlung selbst, sondern Aufwand der Rücknahme.
Zweck
Maß für die nötige Prüfung vor dem Handeln.
Wertebezug
Bewusstheit (Folgen sehen), Weisheit (Sorgfalt dosieren).
Regel
Umkehrbares darf schnell geschehen, Unumkehrbares braucht Zeit und Freigabe.
Beziehungen
Freigabe · Tragweite · Risikomanagement
TragweiteBewusstheit
Definition
Ausmaß der Folgen einer Handlung für Menschen, Werte, Mittel und Zukunft.
Abgrenzung
Nicht Aufwand, nicht Dringlichkeit.
Zweck
Bestimmt Beteiligung, Prüftiefe und Freigabe.
Wertebezug
Bewusstheit (Folgen und Betroffene erkennen).
Regel
Tragweite wird vor der Entscheidung geschätzt, mit Unsicherheit versehen und im Zweifel höher eingestuft.
Beziehungen
Umkehrbarkeit (Reversibilität) · Freigabe · Risikomanagement
ZuständigkeitBewusstheit · Disziplin
Definition
Zugewiesene Verantwortung einer Person oder Rolle für Entscheidungen und Ergebnisse in einem Bereich.
Abgrenzung
Nicht Befugnis allein (dürfen), nicht Beteiligung (mitwirken).
Zweck
Klarheit, wer entscheidet und wer trägt.
Wertebezug
Bewusstheit (Verantwortung sehen), Disziplin (sie wahrnehmen).
Regel
Jede Entscheidung hat genau eine zuständige Person; Beteiligung ersetzt Zuständigkeit nicht.
Beziehungen
Governance · Organisation · Freigabe
ManifestationWahrheit · Liebe
Definition
Ein Unternehmen oder Vorhaben, das die Werte der Gruppe in einem konkreten Feld verwirklicht.
Abgrenzung
Keine Abteilung der Gruppe; eigene Identität, eigene Worte, eigene Farbe.
Zweck
Werte wirksam machen, ohne die Gruppe zu verwässern.
Wertebezug
Bekenntnis zu den vier Werten und zum Beziehungsmuster.
Regel
Übernimmt die Regeln, belegt den Kontext, verschärft höchstens, reduziert nie (R9).
Beziehungen
Kontext · Governance · Fassung (Version, Stand)
KontextBewusstheit
Definition
Die konkreten Bedingungen einer Manifestation: Ziele, Ressourcen, Daten, Zuständigkeiten, Fristen, Schwellen, Rechtsrahmen.
Abgrenzung
Kontext belegt Variablen; er ändert keine Regeln.
Zweck
Universelle Regeln auf eine Wirklichkeit anwenden.
Wertebezug
Bewusstheit (die eigene Lage kennen).
Regel
Jede Manifestation dokumentiert ihren Kontext mit Stand; Schwellen für Tragweite und Fristen stehen dort.
Beziehungen
Manifestation · Regel · Variablen
Fassung (Version, Stand)Wahrheit · Disziplin
Definition
Datierte Fassung einer Definition, Regel oder Aussage mit Begründung der Änderung.
Abgrenzung
Keine Historie als Selbstzweck; alt bleibt lesbar, neu gilt.
Zweck
Korrigierbarkeit sichtbar machen.
Wertebezug
Wahrheit (Korrektur), Disziplin (Pflege).
Regel
Keine Aussage ohne Stand; Änderungen werden begründet; frühere Fassungen bleiben zugänglich.
Beziehungen
Wissensmanagement · Regel
UnsicherheitWahrheit
Definition
Zustand, in dem eine entscheidungsrelevante Variable nicht belegt oder widersprüchlich ist.
Abgrenzung
Nicht Risiko (bewertete Unsicherheit), nicht Unwissen, das niemand bemerkt.
Zweck
Ehrliche Grundlage für Klären oder Entscheiden unter Unsicherheit.
Wertebezug
Wahrheit (benennen statt überspielen).
Regel
Unsicherheit wird benannt; ab mittlerer Tragweite wird geklärt, bevor entschieden wird (R5).
Beziehungen
Entscheidung · Datenmanagement · Risikomanagement

Richtung

VisionWeisheit · Liebe
Definition
Beschreibung eines erstrebten Zustands der Welt, der aus den Werten folgt.
Abgrenzung
Kein Ziel mit Zahl, kein Slogan, keine Produktidee.
Zweck
Richtung über Jahre, unabhängig von Konjunktur und Produkt.
Wertebezug
Weisheit (was erstrebenswert ist), Liebe (für wen).
Regel
Eine Vision wird aus Werten begründet, nicht aus Marktchancen.
Beziehungen
Strategie · Unternehmensentwicklung · Wert
StrategieWeisheit · Wahrheit
Definition
Bewusste Wahl, welche Wege zur Vision verfolgt werden und welche nicht.
Abgrenzung
Kein Maßnahmenplan, keine Liste von Wünschen.
Zweck
Fokus und Verzicht.
Wertebezug
Wahrheit (ehrliches Lagebild), Weisheit (Maß und Verzicht).
Regel
Eine Strategie nennt, was sie ausschließt; sonst ist sie keine.
Beziehungen
Vision · Geschäftsmodell · Risikomanagement · Unternehmensentwicklung
GovernanceWahrheit · Bewusstheit · Disziplin
Definition
Ordnung der Entscheidungsrechte, Verantwortlichkeiten und Kontrollen.
Abgrenzung
Nicht Tagesführung (Management), nicht Hierarchie als Selbstzweck.
Zweck
Entscheidungen legitim, nachvollziehbar und zurechenbar machen.
Wertebezug
Wahrheit (Transparenz), Bewusstheit (wer trägt was), Disziplin (Verfahren).
Regel
Jede Befugnis ist dokumentiert; Übersteuerung ist möglich, aber sichtbar (R10).
Beziehungen
Zuständigkeit · Compliance · Freigabe · Organisation
UnternehmensentwicklungWeisheit · Disziplin
Definition
Gezielte Weiterentwicklung von Struktur, Fähigkeiten und Geschäftsmodell einer Manifestation.
Abgrenzung
Nicht Wachstum um seiner selbst willen, nicht Reorganisation als Reflex.
Zweck
Beständig und entwicklungsfähig zugleich bleiben.
Wertebezug
Weisheit (Maß), Disziplin (Umsetzung über lange Zeit).
Regel
Entwicklung folgt der Strategie, nicht der Gelegenheit.
Beziehungen
Strategie · Innovation · Organisation

Wertschöpfung

GeschäftsmodellWahrheit · Liebe
Definition
Beschreibung, wie eine Manifestation Wert für wen schafft, liefert und dafür Gegenwert erhält.
Abgrenzung
Nicht das Produkt, nicht die Preisliste.
Zweck
Tragfähigkeit prüfbar machen.
Wertebezug
Wahrheit (ehrliche Annahmen), Liebe (Wert für das Gegenüber zuerst).
Regel
Ein Geschäftsmodell, das nur mit Unwissen des Gegenübers funktioniert, ist unzulässig.
Beziehungen
Wertschöpfung · Vertrieb · Finanzplanung · Strategie
WertschöpfungLiebe · Weisheit
Definition
Die Schritte, in denen aus Wissen, Arbeit und Mitteln ein Nutzen für das Gegenüber entsteht.
Abgrenzung
Nicht Umsatz, nicht Beschäftigung.
Zweck
Zeigen, wo Nutzen wirklich entsteht.
Wertebezug
Liebe (Nutzen für andere), Weisheit (Maß des Einsatzes).
Regel
Jeder Schritt benennt, für wen er Wert schafft; sonst entfällt er.
Beziehungen
Leistungserbringung · Prozessmanagement · Geschäftsmodell

Markt und Gegenüber

MarketingWahrheit · Liebe
Definition
Bedarf verstehen und ein Angebot denen sichtbar machen, die es brauchen könnten.
Abgrenzung
Nicht Überredung, nicht Vertrieb.
Zweck
Passung zwischen Bedarf und Angebot.
Wertebezug
Wahrheit (keine Behauptung ohne Beleg), Liebe (Bedarf ernst nehmen).
Regel
Jede Aussage nach außen ist belegbar und trägt einen Stand; keine Superlative, keine künstliche Dringlichkeit.
Beziehungen
Vertrieb · Kommunikation · Geschäftsmodell
VertriebWahrheit · Weisheit · Liebe
Definition
Der Weg vom Interesse zur Entscheidung des Gegenübers, einschließlich Beratung und Abschluss.
Abgrenzung
Nicht Marketing (Sichtbarkeit), nicht Customer Success (Einlösung).
Zweck
Entscheidungen ermöglichen, nicht erzwingen.
Wertebezug
Wahrheit (Beleg statt Druck), Weisheit (nicht jeder Abschluss), Liebe (Interesse des Gegenübers).
Regel
Überzeugen ja, überreden nein. Ein Abschluss gegen das Interesse des Gegenübers ist nicht würdig.
Beziehungen
Marketing · Customer Success (Einlösung) · Geschäftsmodell · Partnermanagement
Customer Success (Einlösung)Disziplin · Liebe · Wahrheit
Definition
Sicherstellen, dass das Gegenüber nach dem Abschluss den versprochenen Nutzen tatsächlich erhält.
Abgrenzung
Nicht Support allein, nicht Zusatzverkauf.
Zweck
Versprechen einlösen; Vertrauen verdienen.
Wertebezug
Disziplin (Einlösung), Liebe (Sorgfalt), Wahrheit (Abweichungen benennen).
Regel
Jedes Versprechen hat eine Stelle, die seine Einlösung prüft und Abweichungen vor dem Gegenüber benennt.
Beziehungen
Vertrieb · Leistungserbringung · Qualitätsmanagement

Leistung

ProduktentwicklungWahrheit · Weisheit
Definition
Gestaltung von Leistungen und Produkten aus Bedarf, Machbarkeit und Werten.
Abgrenzung
Nicht Innovation (Suche), nicht Leistungserbringung (Betrieb).
Zweck
Nutzen in eine Form bringen.
Wertebezug
Wahrheit (echter Bedarf), Weisheit (Maß, keine Überfrachtung).
Regel
Kein Produkt ohne benannten Bedarf und benannte Grenzen.
Beziehungen
Innovation · Leistungserbringung · Qualitätsmanagement
LeistungserbringungDisziplin · Liebe
Definition
Die tatsächliche Erbringung der zugesagten Leistung in Qualität, Zeit und Umfang.
Abgrenzung
Nicht Vertrieb, nicht Entwicklung.
Zweck
Wertschöpfung wirksam machen.
Wertebezug
Disziplin (Zusage halten), Liebe (Sorgfalt).
Regel
Zugesagt ist, was erbracht wird; Abweichungen werden vor dem Gegenüber benannt, nicht danach.
Beziehungen
Operations (Betrieb) · Customer Success (Einlösung) · Prozessmanagement · Wertschöpfung
Operations (Betrieb)Disziplin · Bewusstheit
Definition
Der laufende Betrieb aller wiederkehrenden Tätigkeiten, die Leistung ermöglichen.
Abgrenzung
Nicht Projekt (einmalig, mit Ende).
Zweck
Verlässlichkeit.
Wertebezug
Disziplin (Wiederholung), Bewusstheit (Störungen früh sehen).
Regel
Wiederkehrendes ist beschrieben, gemessen und hat eine Zuständigkeit.
Beziehungen
Prozessmanagement · Leistungserbringung · Technologie und IT

Steuerung

ProjektmanagementWeisheit · Disziplin · Wahrheit
Definition
Steuerung einmaliger Vorhaben mit Ziel, Ende und begrenzten Mitteln.
Abgrenzung
Nicht Prozess (wiederkehrend).
Zweck
Ziel in Zeit und Mitteln erreichen.
Wertebezug
Weisheit (Planung mit Maß), Disziplin (Termine), Wahrheit (ungeschönter Status).
Regel
Ein Projekt hat Ziel, Ende, Zuständige und benannte Risiken; der Status wird ungeschönt berichtet.
Beziehungen
Prozessmanagement · Risikomanagement · Zuständigkeit
ProzessmanagementBewusstheit · Disziplin
Definition
Gestaltung und Pflege wiederkehrender Abläufe.
Abgrenzung
Nicht Projekt, nicht Bürokratie.
Zweck
Wiederholbarkeit und Lernen.
Wertebezug
Bewusstheit (Zusammenhänge im Ablauf), Disziplin (Einhaltung).
Regel
Ein Prozess dient einem Nutzen; dient er keinem, wird er abgeschafft (P7).
Beziehungen
Operations (Betrieb) · Qualitätsmanagement · Kontinuierliche Verbesserung

Daten, Information, Wissen

DatenmanagementWahrheit
Definition
Erheben, Speichern, Pflegen und Schützen von Daten mit bekannter Herkunft und Qualität.
Abgrenzung
Daten sind Rohstoff, keine Information.
Zweck
Verlässliche Grundlage für alles Weitere.
Wertebezug
Wahrheit (Herkunft, Stand, Richtigkeit).
Regel
Jedes Datum hat Quelle, Stand und Verantwortliche; je Thema gibt es eine führende Quelle.
Beziehungen
Informationsmanagement · Datenschutz · Systemintegration
InformationsmanagementBewusstheit · Wahrheit
Definition
Daten in Bedeutung überführen und denen zugänglich machen, die sie für Entscheidungen brauchen.
Abgrenzung
Nicht Speichern (Daten), nicht Erfahrung (Wissen).
Zweck
Entscheidungsfähigkeit.
Wertebezug
Bewusstheit (Zusammenhang), Wahrheit (Status).
Regel
Information trägt Status: belegt, abgeleitet oder Hypothese.
Beziehungen
Datenmanagement · Wissensmanagement · Kommunikation
WissensmanagementWahrheit · Weisheit · Disziplin
Definition
Erfahrung und Erkenntnis so festhalten, dass sie unabhängig von Personen und Werkzeugen verfügbar bleiben.
Abgrenzung
Nicht Dokumentenablage, nicht Datenbank.
Zweck
Beständigkeit und Lernen.
Wertebezug
Wahrheit (Status, Stand), Weisheit (Erfahrung), Disziplin (Pflege).
Regel
Dauerhaftes Wissen liegt dort, wo gearbeitet wird, mit Stand und Status; nie nur in einem Kopf oder einem Werkzeug.
Beziehungen
Informationsmanagement · Lernen · Fassung (Version, Stand)

Technologie

Technologie und ITDisziplin · Liebe
Definition
Technische Systeme, die Daten, Prozesse und Kommunikation tragen.
Abgrenzung
Mittel, nicht Zweck.
Zweck
Fähigkeiten verlässlich und sicher bereitstellen.
Wertebezug
Disziplin (Betrieb, Sicherheit), Liebe (dient Menschen).
Regel
Kein System ohne Zuständige, Sicherung und Zugriffsregeln; Sicherheit vor Bequemlichkeit.
Beziehungen
Datenmanagement · Künstliche Intelligenz · Systemintegration · Datenschutz
Künstliche IntelligenzWahrheit · Bewusstheit · Disziplin
Definition
Systeme, die aus Daten Muster, Texte oder Vorschläge erzeugen und Entscheidungen vorbereiten.
Abgrenzung
KI bereitet vor; sie entscheidet nicht über Unumkehrbares.
Zweck
Kapazität und Konsistenz.
Wertebezug
Wahrheit (Belege prüfen), Bewusstheit (Grenzen kennen), Disziplin (Freigabe beim Menschen).
Regel
KI-Ergebnisse tragen Status und Quelle; unumkehrbare Handlungen bleiben beim Menschen (R4, R10).
Beziehungen
Technologie und IT · Wissensmanagement · Governance
SystemintegrationWahrheit · Bewusstheit
Definition
Verbindung von Systemen, damit Daten einmal erfasst und überall konsistent genutzt werden.
Abgrenzung
Nicht das Einzelsystem.
Zweck
Eine Wahrheit je Datum.
Wertebezug
Wahrheit (Konsistenz), Bewusstheit (Abhängigkeiten).
Regel
Eine führende Quelle, eine definierte Flussrichtung, keine Rückschreibung ohne Regel.
Beziehungen
Technologie und IT · Datenmanagement

Menschen und Organisation

Menschen und Personal (HR)Liebe · Wahrheit · Disziplin
Definition
Gewinnen, Einarbeiten, Entwickeln und Begleiten der Menschen, die mitarbeiten, in jeder Vertragsform.
Abgrenzung
Nicht Personalverwaltung allein.
Zweck
Fähigkeit und Zugehörigkeit.
Wertebezug
Liebe (Wert des Menschen), Wahrheit (ehrliche Rückmeldung), Disziplin (Verlässlichkeit).
Regel
Jede Mitarbeit hat klare Erwartungen, faire Gegenleistung und ehrliche Rückmeldung.
Beziehungen
Organisation · Zusammenarbeit · Lernen
OrganisationBewusstheit · Weisheit
Definition
Ordnung von Rollen, Zuständigkeiten und Abläufen.
Abgrenzung
Nicht Hierarchie als Selbstzweck; Kategorien sind Werkzeuge.
Zweck
Klarheit, wer was trägt.
Wertebezug
Bewusstheit (Zusammenhänge), Weisheit (angemessene Struktur).
Regel
Jede Aufgabe hat eine Rolle, jede Rolle eine Person; Strukturen sind änderbar und datiert.
Beziehungen
Zuständigkeit · Governance · Menschen und Personal (HR)
KommunikationWahrheit · Liebe
Definition
Austausch von Information und Bedeutung, intern und extern.
Abgrenzung
Nicht Marketing, nicht Werbung.
Zweck
Gemeinsames Lagebild.
Wertebezug
Wahrheit (in der Sache), Liebe (in der Form).
Regel
Wahrheit in der Sache, Wertschätzung in der Form; Unsicherheit wird benannt.
Beziehungen
Informationsmanagement · Zusammenarbeit · Marketing
ZusammenarbeitLiebe · Disziplin · Bewusstheit
Definition
Gemeinsames Arbeiten an Ergebnissen über Rollen und Unternehmen hinweg.
Abgrenzung
Nicht Abstimmung ohne Ergebnis.
Zweck
Beteiligung und Wirksamkeit.
Wertebezug
Liebe (Beteiligung), Disziplin (Zusagen halten), Bewusstheit (Betroffene kennen).
Regel
Betroffene sind beteiligt oder informiert; Zusagen werden gehalten oder rechtzeitig zurückgenommen.
Beziehungen
Kommunikation · Menschen und Personal (HR) · Projektmanagement

Finanzen

FinanzenWahrheit · Weisheit
Definition
Gesamtheit der Mittel, Verpflichtungen und Zahlungsströme einer Manifestation.
Abgrenzung
Nicht Buchhaltung (Aufzeichnung), nicht Controlling (Vergleich).
Zweck
Handlungsfähigkeit.
Wertebezug
Wahrheit (Zahlen stimmen), Weisheit (Maß).
Regel
Zahlen sind wahr, vollständig und zeitnah; keine Entscheidung ohne Kenntnis der Mittel.
Beziehungen
Controlling · Buchhaltung · Liquidität · Treasury
ControllingWahrheit · Bewusstheit
Definition
Vergleich von Plan und Wirklichkeit mit Folgerungen für Entscheidungen.
Abgrenzung
Nicht Buchhaltung, nicht Kontrolle von Menschen.
Zweck
Lernen aus Abweichung.
Wertebezug
Wahrheit (Abweichung benennen), Bewusstheit (Ursache sehen).
Regel
Jede Abweichung hat eine Erklärung und eine Entscheidung.
Beziehungen
Finanzplanung · Buchhaltung · Strategie · Cashflow
BuchhaltungWahrheit · Disziplin
Definition
Lückenlose, gesetzeskonforme Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle.
Abgrenzung
Nicht Planung, nicht Steuerung.
Zweck
Nachweis und Pflicht.
Wertebezug
Wahrheit (Vollständigkeit), Disziplin (Zeitnähe).
Regel
Kein Vorfall ohne Beleg, kein Beleg ohne Buchung, zeitnah.
Beziehungen
Finanzen · Abrechnung · Compliance
AbrechnungWahrheit · Liebe
Definition
Ermittlung und Mitteilung dessen, was wem geschuldet wird: Kunden, Partnern, Mitarbeitenden.
Abgrenzung
Nicht Buchhaltung (Aufzeichnung), nicht Inkasso.
Zweck
Gerechtigkeit im Austausch.
Wertebezug
Wahrheit (richtig), Liebe (fair und nachvollziehbar).
Regel
Jede Abrechnung ist für den Empfänger nachrechenbar.
Beziehungen
Buchhaltung · Partnermanagement · Customer Success (Einlösung)
TreasuryWeisheit · Disziplin
Definition
Steuerung von Zahlungsmitteln, Konten, Reserven und Finanzierungen.
Abgrenzung
Nicht Buchhaltung, nicht Controlling.
Zweck
Zahlungsfähigkeit jederzeit.
Wertebezug
Weisheit (Reserve als Maß), Disziplin (Regeln einhalten).
Regel
Reserven sind definiert; Finanzierung folgt Tragfähigkeit, nicht Gelegenheit.
Beziehungen
Liquidität · Finanzplanung · Finanzen
LiquiditätWahrheit · Disziplin
Definition
Fähigkeit, fällige Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen.
Abgrenzung
Nicht Gewinn, nicht Vermögen.
Zweck
Überleben vor Gewinn.
Wertebezug
Wahrheit (ungeschönt), Disziplin (vorausschauend).
Regel
Liquidität wird vorausschauend betrachtet; Engpässe werden früh benannt, nie verdeckt.
Beziehungen
Cashflow · Treasury · Finanzplanung
CashflowWahrheit
Definition
Zeitlicher Verlauf von Ein- und Auszahlungen.
Abgrenzung
Nicht Gewinn (periodisiert), nicht Umsatz.
Zweck
Sichtbarkeit der Zahlungsströme.
Wertebezug
Wahrheit (was wirklich fließt).
Regel
Zahlungsströme werden je Zeitraum geplant und mit dem Ist verglichen.
Beziehungen
Liquidität · Finanzplanung · Controlling
FinanzplanungWahrheit · Weisheit
Definition
Vorausschauende Darstellung von Erträgen, Aufwänden und Zahlungsströmen über einen Zeitraum, mit Annahmen.
Abgrenzung
Nicht Prognose als Behauptung.
Zweck
Entscheidungen mit Zahlen.
Wertebezug
Wahrheit (Annahmen offen), Weisheit (Spannen statt Scheingenauigkeit).
Regel
Jede Planzahl hat eine benannte Annahme und eine Spanne.
Beziehungen
Controlling · Cashflow · Strategie · Geschäftsmodell

Einkauf und Partner

EinkaufWeisheit · Liebe
Definition
Beschaffung von Leistungen und Gütern zu angemessenen Bedingungen.
Abgrenzung
Nicht Partnermanagement (Beziehung), nicht Vertragsrecht.
Zweck
Mittel wirtschaftlich einsetzen.
Wertebezug
Weisheit (Maß), Liebe (fairer Preis auch für Lieferanten).
Regel
Bedingungen sind klar, Vergleiche dokumentiert, Abhängigkeiten bekannt.
Beziehungen
Partnermanagement · Finanzen · Recht
PartnermanagementLiebe · Wahrheit · Disziplin
Definition
Aufbau und Pflege von Beziehungen zu Organisationen, mit denen gemeinsam Wert geschaffen wird.
Abgrenzung
Nicht Einkauf, nicht Vertrieb.
Zweck
Das Netz: gemeinsame Identität ohne Verdrängung.
Wertebezug
Liebe (Wert des Partners), Wahrheit (keine verdeckten Interessen), Disziplin (Zusagen).
Regel
Interessen und Konditionen sind offen; Leistung wird anerkannt; Abhängigkeiten werden benannt.
Beziehungen
Einkauf · Vertrieb · Governance · Abrechnung

Recht und Pflicht

RechtWahrheit · Weisheit
Definition
Rechtliche Gestaltung und Absicherung von Verträgen, Rechten und Pflichten.
Abgrenzung
Nicht Compliance (Einhaltung), nicht Datenschutz (Teilgebiet).
Zweck
Klarheit und Schutz für beide Seiten.
Wertebezug
Wahrheit (verständlich), Weisheit (tragfähig).
Regel
Verträge sind verständlich und tragen beide Seiten; Unklares wird geklärt, nicht ausgenutzt.
Beziehungen
Compliance · Datenschutz · Partnermanagement · Einkauf
ComplianceDisziplin · Wahrheit
Definition
Nachweisbare Einhaltung von Gesetzen, Verträgen und eigenen Regeln.
Abgrenzung
Nicht Recht (Gestaltung).
Zweck
Vertrauen und Schutz.
Wertebezug
Disziplin (Einhaltung), Wahrheit (Nachweis).
Regel
Pflichten sind bekannt, zugeordnet und geprüft; Verstöße werden benannt und behoben.
Beziehungen
Recht · Governance · Datenschutz · Buchhaltung
DatenschutzLiebe · Wahrheit · Disziplin
Definition
Schutz personenbezogener Daten nach Recht und nach der Würde der Betroffenen.
Abgrenzung
Nicht IT-Sicherheit allein.
Zweck
Würde und Pflicht.
Wertebezug
Liebe (Würde), Wahrheit (Transparenz), Disziplin (Verfahren).
Regel
Daten bleiben, wo sie gebraucht werden; keine Duplikate in allgemeinen Ablagen; Betroffene wissen, was geschieht.
Beziehungen
Datenmanagement · Compliance · Technologie und IT

Qualität und Risiko

QualitätsmanagementWahrheit · Disziplin · Liebe
Definition
Systematisch sicherstellen, dass Leistungen Anforderungen und Zusagen entsprechen.
Abgrenzung
Nicht Endkontrolle allein.
Zweck
Zusagen einlösen.
Wertebezug
Wahrheit (messen), Disziplin (beheben), Liebe (Sorgfalt).
Regel
Anforderungen sind definiert, Abweichungen werden gemessen, Ursachen behoben.
Beziehungen
Leistungserbringung · Prozessmanagement · Kontinuierliche Verbesserung · Customer Success (Einlösung)
RisikomanagementBewusstheit · Weisheit · Wahrheit
Definition
Erkennen, Bewerten und Behandeln von Unsicherheiten, die Ziele gefährden.
Abgrenzung
Nicht Vermeidung um jeden Preis.
Zweck
Tragweite bewusst tragen.
Wertebezug
Bewusstheit (sehen), Weisheit (abwägen), Wahrheit (benennen).
Regel
Risiken werden benannt, nach Tragweite, Wahrscheinlichkeit und Umkehrbarkeit bewertet und zugeordnet; Unumkehrbares mit Freigabe.
Beziehungen
Tragweite · Umkehrbarkeit (Reversibilität) · Freigabe · Compliance · Projektmanagement

Lernen und Entwicklung

InnovationBewusstheit · Weisheit · Wahrheit
Definition
Suche und Erprobung neuer Wege, Wert zu schaffen.
Abgrenzung
Nicht Produktentwicklung (Ausarbeitung), nicht Neuheit um ihrer selbst willen.
Zweck
Entwicklungsfähigkeit.
Wertebezug
Bewusstheit (sehen, was fehlt), Weisheit (Maß), Wahrheit (ehrliche Prüfung).
Regel
Versuche sind klein, umkehrbar und werden ehrlich bewertet.
Beziehungen
Produktentwicklung · Lernen · Unternehmensentwicklung
LernenWahrheit · Weisheit · Disziplin
Definition
Erkenntnis aus Erfahrung gewinnen und festhalten.
Abgrenzung
Nicht Schulung allein.
Zweck
Weisheit wächst nur so.
Wertebezug
Wahrheit (was war), Weisheit (was folgt), Disziplin (Rückschau machen).
Regel
Jede abgeschlossene Entscheidung von Tragweite bekommt eine kurze Rückschau mit Stand.
Beziehungen
Wissensmanagement · Kontinuierliche Verbesserung · Menschen und Personal (HR)
Kontinuierliche VerbesserungDisziplin · Bewusstheit
Definition
Laufende kleine Anpassungen von Prozessen und Leistungen aus Beobachtung und Rückmeldung.
Abgrenzung
Nicht Innovation, nicht Projekt.
Zweck
Qualität und Angemessenheit halten.
Wertebezug
Disziplin (laufend), Bewusstheit (beobachten).
Regel
Verbesserungen sind klein, dokumentiert und messbar.
Beziehungen
Prozessmanagement · Qualitätsmanagement · Lernen

Administration

AdministrationDisziplin · Wahrheit
Definition
Verwaltende Tätigkeiten, die den Rahmen aufrechterhalten: Verträge, Fristen, Ablage, Behörden.
Abgrenzung
Nicht Betrieb der Leistung (Operations).
Zweck
Ordnung und Pflichterfüllung.
Wertebezug
Disziplin (Fristen), Wahrheit (vollständige Ablage).
Regel
Fristen und Pflichten sind erfasst, zugeordnet und werden erinnert.
Beziehungen
Compliance · Buchhaltung · Organisation

Zusammenhänge

Wo jeder Wert und das Umsetzungsprinzip wirken: in welchen Prinzipien, welchen Fragen und welchen Begriffen.

Wahrheit

Prinzipien
P1 · P5 · P6
Fragen
Ist es möglich? · Ist es würdig?
Begriffe (37)
Gruppe · Wert · Regel · Manifestation · Fassung (Version, Stand) · Unsicherheit · Strategie · Governance · Geschäftsmodell · Marketing · Vertrieb · Customer Success (Einlösung) · Produktentwicklung · Projektmanagement · Datenmanagement · Informationsmanagement · Wissensmanagement · Künstliche Intelligenz · Systemintegration · Menschen und Personal (HR) · Kommunikation · Finanzen · Controlling · Buchhaltung · Abrechnung · Liquidität · Cashflow · Finanzplanung · Partnermanagement · Recht · Compliance · Datenschutz · Qualitätsmanagement · Risikomanagement · Innovation · Lernen · Administration

Disziplin

Prinzipien
P5 · P8
Fragen
Sind wir alle beteiligt?
Begriffe (27)
Regel · Entscheidung · Freigabe · Zuständigkeit · Fassung (Version, Stand) · Governance · Unternehmensentwicklung · Customer Success (Einlösung) · Leistungserbringung · Operations (Betrieb) · Projektmanagement · Prozessmanagement · Wissensmanagement · Technologie und IT · Künstliche Intelligenz · Menschen und Personal (HR) · Zusammenarbeit · Buchhaltung · Treasury · Liquidität · Partnermanagement · Compliance · Datenschutz · Qualitätsmanagement · Lernen · Kontinuierliche Verbesserung · Administration

Übertragung auf die Unternehmen

GTN Gruppeuniverselle Werte, Prinzipien, Regeln, Variablen und Glossar (diese Fassung)
Unternehmendieselben Regeln, belegt mit Kontext, Daten, Ressourcen und Zuständigkeiten
Operative EbeneEntscheidungen und Handlungen, die aus Regeln plus belegtem Kontext folgen; sie tragen Stand, Zuständige und, wo nötig, Freigabe.

Was ein Unternehmen liefert

  • Kontext K: Ziele, Ressourcen, Datenquellen, Rechtsrahmen, mit Stand
  • Zuständigkeiten Z je Entscheidungsart und ihre Befugnisse (Freigaberechte)
  • Schwellen: ab wann Tragweite mittel und hoch ist (z. B. Betrag, Betroffene, Dauer), was als irreversibel gilt
  • Fristen t_max je Entscheidungsart und Klärungszeit t
  • Zuordnung der eigenen Werte zu den vier Werten der Gruppe
  • Zuordnung der eigenen Funktionen und Rollen zum Glossar
  • Ergänzende Regeln (nur strenger, nie lockerer) und ihre Begründung
  • Versionspfad: auf welcher Gruppenfassung die eigene Fassung beruht

Reihenfolge: GTN Energie (erste Konkretisierung) → GTN Finanz → weitere Manifestationen.

Die Gruppe definiert das Warum und die abstrakten Regeln. Die Manifestation konkretisiert, ohne die Grundlage auf ihre operative Wirklichkeit zu reduzieren.

Selbstprüfung

  • Sind die Definitionen eindeutig genug? abgeleitet
    Jeder Begriff hat Definition und Abgrenzung. Normativ bleiben „angemessen“, „würdig“ und „Tragweite“: Sie werden erst durch Schwellen im Kontext einer Manifestation vergleichbar (O5).
  • Lassen sich die Regeln aus Werten und Prinzipien ableiten? abgeleitet
    Jede Regel nennt die Prinzipien, aus denen sie folgt; jedes Prinzip nennt seine Werte. Die Kette ist lückenlos dokumentiert, aber noch nicht an realen Fällen geprüft (O7).
  • Sind die Ebenen getrennt? abgeleitet
    Werte enthalten keine Bedingungen, Regeln keine Zahlen, Zahlen stehen nur im Kontext einer Manifestation. Disziplin wurde aus der Werte-Ebene in die Prinzipien-Ebene verschoben, weil sie keinen eigenen Inhalt hat.
  • Werden Kategorien als Werkzeuge behandelt? abgeleitet
    Die Glossar-Gruppen sind Ordnungshilfen; Überschneidungen werden über Beziehungen sichtbar gemacht statt wegdefiniert. Strukturen sind änderbar und datiert.
  • Sind die Regeln bei Zielkonflikten anwendbar? vorgeschlagen
    Zielkonflikte der Fragen sind benannt und mit Vorrangregeln versehen; echte Wertekonflikte gehen an einen Menschen (R10, Ergebnis RÜCKGABE).
  • Ist erkennbar, wann ein Mensch entscheiden muss? vorgeschlagen
    Ja: fünf benannte Fälle, die Ergebnisse FREIGABE und RÜCKGABE, Regel R5 und R10. Unwürdiges kann auch ein Mensch nicht freigeben.
  • Sind die Regeln übertragbar? Hypothese
    Die Regeln enthalten keine Branchenbegriffe; Unterschiede liegen nur in Variablen, Schwellen und Zuständigkeiten (R9). Bewiesen ist das erst nach der ersten Konkretisierung mit GTN Energie.
  • Ist die Wissensbasis maschinenlesbar und pflegbar? abgeleitet
    Eine Quelle (data/wissen.json) mit stabilen IDs erzeugt Seite und Dokument. Ein formales JSON-Schema fehlt noch (O8).
  • Wird Normatives als beweisbar ausgegeben? abgeleitet
    Nein. Die formale Notation ordnet Bedingungen; W und A bleiben Werturteile einer zuständigen Person.

Fassungen

Fassung 0.3, 17.10.2026: Selbstverständnis ergänzt: Die Gruppe ist das Gemeinsame ihrer Unternehmen (neuer Grundbegriff „Gruppe“). Gruppenseiten ohne Branchen- und Zielgruppenbezug.

Anlass: Nicolai, 17.10.2026.

Fassung 0.2, 17.10.2026: Fünf Dimensionen geprüft: Liebe als innere Form der Wertschätzung (Wert), Disziplin als Umsetzungsprinzip (nicht Wert). Vier Entscheidungsfragen auf den Satz angemessen / möglich / würdig / beteiligt umgestellt; die Fragen der Fassung 0.1 gehen darin auf. Glossar (55 Begriffe), Variablen, Regeln R1–R10, Entscheidungslogik, Konkretisierungsschema neu.

Anlass: Master-Prompt Knowledge & Rules Architecture 0.2 (Nicolai, 17.10.2026).

Fassung 0.1, 17.10.2026: Identity & Design Leitfaden: vier Werte (mit Wertschätzung), Prinzipien P1–P7, vier Fragen (Stimmt es? Zusammenhang? angemessen? würdigt?), Markenarchitektur.

Anlass: Master-Prompt Identity, Values & Design Philosophy (Nicolai, 17.10.2026).

Offene Fragen

  • O1 Hypothese
    Liebe oder Wertschätzung als öffentliches Wort? Diese Fassung: Liebe als Wert, Wertschätzung als sein Nachweis nach außen.
  • O2 abgeleitet, bestätigungsbedürftig
    Disziplin als Umsetzungsprinzip statt als fünfter Wert: bestätigen oder verwerfen?
  • O3 Hypothese
    Lesart von „Sind wir alle beteiligt?“: Betroffene (Beteiligung) und Handelnde (Verpflichtung), beide? Diese Fassung: beide.
  • O4 Hypothese
    Rechtliche Zulässigkeit innerhalb von „Ist es möglich?“ oder als eigene Frage?
  • O5 offen
    Schwellen für Tragweite (gering/mittel/hoch), Umkehrbarkeit und Fristen: je Manifestation festlegen (zuerst GTN Energie).
  • O6 offen
    Wer hat in der Gruppe Übersteuerungsrecht (R10) und Freigabebefugnis (R4)? Governance-Dokument fehlt.
  • O7 offen
    Validierung: Regeln R1–R10 an zehn realen Entscheidungen von GTN Energie durchspielen, Glossar mit dem Team gegenlesen.
  • O8 offen
    Maschinenlesbarkeit: JSON-Schema festlegen, Begriffs-IDs stabil halten, Änderungen nur über Fassungen.
  • O9 Spannung
    Startseite und Haltung nennen vier Werte mit Wertschätzung; die Wissensbasis nennt Liebe als Wert. Bewusst so (O1) oder angleichen?